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Erklärung der dargestellten Messwerte

Die Temperatur wird in der Luft, 2 m über dem Boden an einem gut belüftetet Ort im Schatten gemessen. Dazu ist der Messwertaufnehmer einem weißen Lamellengehäuse untergebracht.
Die Temperaturen werden in Europa in Grad Celsius gemessen. Die geläufige Einheit in Amerika ist Grad Fahrenheit.

Die Bodentemperatur wird ebenfalls in einem gut belüfteten Gehäuse nahe dem Erdboden gemessen und gibt zusammen mit der Lufttemperatur Aufschluss über das vertikale Temperaturgefälle und zeigt z.B. Bodenfrost an. Ab Temperaturen unter 1 °C und einer Luftfeuchtigkeit über 95 % wird vor Glätte gewarnt.

Die fühlbare Temperatur ist die Temperatur der Luftschicht direkt über der nackten Haut und errechnet sich aus der Körpertemperatur, der Außentemperatur und der Windgeschwindigkeit. Dieser Wert ist nur eine rechnerische Größe und bedeutet keinesfalls, dass man sich auch so warm bzw. kalt fühlt wie es die Anzeige aussagt. Es ist aber interessant zu beobachten, wie sich dieser Wert je nach Temperatur und Windgeschwindigkeit ändert und die "Auskühlung" bei Wind anzeigt.

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der der in der Luft enthaltene Wasserdampf wieder zu flüssigem Wasser kondensiert beziehungsweise bei Temperaturen unter 0 °C zu Reif wird.

Der Luftdruck QNH ist der Luftdruck, der auf Normal-Null bezogen wird, d.h. der Luftdruck bezogen auf Meereshöhe. Er wird in Hekto Pascal gemessen.

Der Luftdruck QFE gibt den Luftdruck am Messort an, also an der Wetterstation bei der KGS Wittmund in ca. 12m über Grund, also 15m über NN.
Im allgemeinen wird immer der auf NN bezogene Luftdruck angegeben. (Haushaltsbarometer, Luftdruckangaben in der Zeitung usw.)

Die relative Feuchte gibt an, wie viel Gramm Wasserdampf in einem Kilogramm feuchter Luft enthalten sind. Der Wert ist temperaturabhängig. Wird die relative Feuchte in Prozent angegeben, so wird die absolute Feuchte auf die Sättigungsfeuchte bezogen. Dieser Wert gibt die prozentual mit Wasserdampf gesättigte Luft an.

Die absolute Feuchte ergibt sich dann aus der jeweiligen Luftdichte am Messort. Der Wert ist temperaturkompensiert und berücksichtigt damit das je nach Temperatur unterschiedliche Wasservolumen.

Die Sättigungsfeuchte gibt den maximal möglichen Gehalt an Wasserdampf pro Liter Luft bei der jeweiligen Außentemperatur an.

Der Sättigungsdampfdruck ist der Druck des Wasserdampfes und ist vom Volumen unabhängig und hängt nur von der Temperatur ab.

Der Dampfdruck ist der Teildruck des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes im Verhältnis zum Gesamtluftdruck.

Der Siedepunkt ist dann erreicht, wenn der Dampfdruck mindestens gleich dem Luftdruck entspricht.

Das Kondensationsniveau ist ein angenäherter Wert und kann zum Beispiel bei Inversionen in größeren Höhen vom angezeigten Wert abweichen. Er gibt an in welcher Höhe über Normal-Null die Luft eine Temperatur von 0 °C hat bzw. ab welcher Höhe Niederschlag nicht mehr als Regen sondern als Schnee fällt und wird unter 5 °C als Schneefallgrenze angezeigt !

Die Niederschlagsmenge ist die Menge Wasser, die als Niederschlag in Form von Regen, Schnee, Hagel oder Graupel auf den Erdboden trifft. Sie wird in Litern pro Quadratmeter gemessen oder in Millimeter Regenhöhe angegeben.

Die Regenintensität gibt Aufschluss über Art des Regens. Ein Regenguss hat eine größere Menge Regen pro Zeiteinheit als ein Landregen oder gar ein Nieselregen.

Die Beleuchtungsstärke gibt Auskunft über die Intensität des Lichtstroms pro Fläche und wird in Lux (lx) gemessen. Ungedämpfte Sonneneinstrahlung erreicht eine Beleuchtungsstärke von über 200000 lx oder 200 klx.

Mit Sonnenscheindauer wird die Zeit angegeben, an der die Beleuchtung am aktuellen Tag den Wert von 50000 lx überschritten hat. Dieser Wert kann allerdings zum Beispiel auch bei dünner, hochnebelartiger Bewölkung; ohne dass eine direkte Sonneneinstrahlung stattfindet; überschritten werden, bzw. die 50 klx werden trotz offensichtlichem Sonnenschein im Winterhalbjahr nicht erreicht, da die Strahlungsintensität halt nicht ausreicht.

Die Helligkeitsdauer gibt die Zeit an in der die Beleuchtungsstärke über 0 lx hinausgeht, also von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung.

Die Windgeschwindigkeit wird in m/s angegeben. Die grafische Darstellung dieser Werte ist recht kritisch. Eine kurze Windböe wird zwangsläufig nur recht schwer darzustellen sein. Erst bei konstantem Wind ist die grafische Darstellung besser. Bei Windgeschwindigkeiten über 80 km/h wird eine Sturmwarnung angezeigt.

Die Windrichtung wird angegeben als Richtung, aus der der Wind weht. Sie wird als Himmelsrichtung Nord, Ost, Süd, West oder in Grad angegeben. Null Grad ist Nord, 90 Grad ist Ost, 180 Grad ist Süd und 270 Grad ist West.

Die Windstärke wird in Beaufort, einer von dem englischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1852) aufgestellten 12teiligen Skala gemessen, die international seit 01.01.1949 gültig ist. Später wurde die Skala auf 17 Stufen erweitert.

Bft m/s km/h kn Bezeichnung Beschreibung
0 0-0,2 0-0,8 0-0,4 Windstille Rauch steigt gerade empor
1 0,3-1,5 0,9-5,5 0,5-3,0 leichter Zug Rauch steigt fast senkrecht empor
2 1,6-3,3 5,6-12,0 3,1-6,5 leichte Brise Wind für das Gefühl eben bemerkbar
3 3,4-5,4 12,1-19,5 6,6-10,6 schwache Brise Blätter, Zweige, leichte Wimpel bewegen sich
4 5,5-7,9 19,6-28,5 10,7-15,4 mäßige Brise Staub und loses Papier werden aufgewirbelt
5 8,0-10,7 28,6-38,7 15,5-20,9 frische Brise kleine Laubbäume beginnen zu schwanken
6 10,8-13,8 38,8-49,8 21,0-26,9 starker Wind Pfeifen in Telegrafenmasten/ starke Äste sind in Bewegung
7 13,9-17,1 49,9-61,7 27,0-33,3 steifer Wind Ganze Bäume bewegen sich, Behinderung beim gehen gegen den Wind
8 17,2-20,7 61,8-74,6 33,4-40,3 stürmischer Wind Zweige brechen von den Bäumen, erhebliche Behinderung beim gehen
9 20,8-24,4 74,7-88,0 40,4-47,5 Sturm Dachziegel werden abgeworfen, Äste brechen
10 24,5-28,4 88,1-102,4 47,6-55,3 starker Sturm Bäume werden entwurzelt, bedeutliche Schäden an Häusern
11 28,5-32,6 102,5-117,5 55,4-63,4 orkanartiger Sturm Zerstörende Wirkung (selten im Binnenland)
12 32,7-36,9 117,6-133,0 63,5-71,8 Orkan verwüstende Wirkung
13 37,0-41,4 133,1-149,2 71,9-80,6 - -
14 41,5-46,1 149,3-166,1 80,7-89,7 - -
15 46,2-50,9 166,2-183,4 89,8-99,0 - -
16 51,0-56,0 183,5-201,7 99,1-108,9 - -
17 > 56,0 > 201,7 > 108,9 - -


Die einzelnen Begriffe sind eigentlich wesentlich komplexer und werden hier absichtlich vereinfacht und allgemeinverständlich dargestellt.
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